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Home - Zwickau-Infos - Stadt-Chronik Stadt-Chronik

Chronik
um 40.000 v.Chr. Durch archäologischen Fund ältester Nachweis menschlicher Besiedlung der Gegend von Zwickau.
um 600 Ansiedlung von Slawen, diese betreiben Ackerbau, Viehzucht und Jagd.
1079 Wiprecht von Groitzsch treibt den Landesaufbau durch Waldrodungen und der Anlage neuer Dörfer stark voran.
1104 Bauern aus Thüringen und Mainfranken werden im Zuge der Christianisierung der Sorben in dem Zwickauer Gebiet angesiedelt.
1118 Weihe der Marienkirche, durch die Urkunde erster schriftlicher Nachweiß menschlicher Besiedelung.
1170 Erbauung der Nicolaikirche und Entstehung einer Kaufmannssiedlung an der Muldenfurt.
Um 1200 Die erste befestigte Burganlage entsteht.
1212 Abt Andreas von Bosau tritt seine Ansprüche auf die Stadt Zwickau, die Kirche dort und das Dorf Marienthal ab. Dieser übergang der Stadt Zwickau an den Markgrafen wird von Bischof Engelhard von Naumburg am 14. Mai beurkundet, gleichzeitig erstmalige Nennung als Stadt.
1219 Beendigung des Baus der Katharienkirche.
1221 Fertigstellung der ersten Ringmauer mit Graben.
1231 Entstehung des Franziskanerklosters am Kornmarkt, erste Schule.
um 1290 Zwickau wird freie Reichsstadt und untersteht direkt dem König.
1327 Die slawische Sprache wird bei Strafe verboten.
1328 Zwickau muß große Verluste und Beschädigungen an der Bausubstanz durch den ersten großen Stadtbrand hinnehmen.
1348 Zwickauer Stadtrecht wird im "Codex staturorum Zviccaviensium" zusammengefaßt und eine Brandordnung eingeführt
1350 Die Pest wütet im großen Umfang.
1362 Zwickau geht wieder in den Besitz der Wettiner über.
1387 Zwickau wird von zwei Stadtbränden teilweise zerstört.
1400 Durch ausbleibende Regenfälle trocknet die Mulde aus.
1403 Innerhalb der Stadtmauern wird die Stadt fast vollständig durch den größten Brand in der Stadtgeschichte zerstört.
1404 Schloß Osterstein wird auf Grund der starken Beschädigung durch die Stadtbrände abgebrochen und bis 1914 neu errichtet.
1430 Vom 14. bis 19. Januar belagerten fünf Hussitenheere die Stadt Zwickau und setzten die Zwickauer Stadtbefestigung einem starken Druck aus.
1436 Urkundliche Erwähnung des Gewandhauses als Kaufhaus.
1440 Errichtung einer Münze, die bis 1445 existiert.
1470 Der Silberbergbau wird dem Zwickauer Amtshauptmann unterstellt.
1473 Der große Teich (heute Schwanenteich) wird durch die am Schneeberger Silber reich gewordenen Martin Römer und Hans Federangel angelegt und als Fischteich genutzt.
1497 Der Bildschnitzer Peter Breuer kehrt nach einigen Lehr- und Wanderjahren in seine Heimatstadt zurück.
1498 Erste Erwähnung der Ratsschulbibliothek.
1507 Errichtung der Marien- oder Liebfrauenkapelle.
1513 Erlaß einer Ordnung über das Fluchen.
1519 Unter dem Rektorat Agricolas bringt man im alten Gewandhaus die neue Griechische Schule unter, die ein Jahr später der Lateinschule vereinigt wird.
1520 Thomas Müntzer kommt nach Empfehlung von Luther als Pfarrer an die Marienkirche.
1522 Luther hält sich auf Einladung des Rates in der Stadt auf und predigt gegen die Wiederttäuferbewegung und Müntzerische Auffassungen. Agricola verläßt Zwickau und geht nach Leipzig.
1527 Verbot für die Bürger mit Ausnahme der Rats- und Gerichtsherren Waffen zu tragen.
1535 Bau eines neuen Röhrenstegs, durch den Trinkwasser von Reinsdorf in sechs öffentliche Behälter der Stadt fließt.
1552 Zwickau wird wieder von der Pest heimgesucht.
1601 Der erste Postbote wurde verpflichtet und mußte zweimal pro Woche die Strecke Leipzig- Zwickau zu Fuß bewältigen.
1632 Zwickau wird durch Schweden und Herzog Bernhard von Sachsen-Weimar belagert und mußte am 27. Dezember die Tore öffnen.
1633 Die Hälfte der Bevölkerung erliegt der Pest.
1650 Durch einen Blitzschlag am 17. April wurde der Marienkirchturm eingeäschert und Glocken und Uhrwerk geschmolzen.
1692 "Churfürstliche-Sächsiche Post" erhält eine Zwischenstation in Zwickau auf der Strecke Leipzig-Schneeberg.
1693 Erste Zwickauer Post im Gasthof "Zur Goldenen Gans".
1756 Am 23. Januar findet die letzte Hinrichtung durch Erhängen statt.
1775 Am 15. September wird im Schloß Osterstein eine Strafanstalt eröffnet.
1798 Die Stadtmauern werden teilweise abgetragen.
1810 Am 8. Juni wird Robert Schumann am Markt 5 geboren.
1812 Am 16. Mai frühstückt Napoleon bei Hofrat Ferber in der Scheergasse.
150000 Mann der großen napoleonischen Armee ziehen durch Zwickau nach Rußland.
1820 Erste katholische Kirche wird eingeweiht.
1823 Am 4. Juli beginnt im Gewandhaus ein regelmäßiges Theaterspiel.
1830 Die Kohleindustrie beginnt mit der Koksproduktion.
1833 Am 2. Januar wird die allgemeine Bürgerschule gegründet.
1836 Am 25 September wird das Schwanenschloß eröffnet.
1839 Der Bierbann wird aufgehoben.
1842 Am 1. Juni wird der erste Hochofen der "Königin-Marien-Hütte" mit Zwickauer Kohle angeblasen.
Am 15. August wird die Mittlere Knabenbürgerschule in der Schulgasse eingeweiht.
1845 Eisenbahnlinie Zwickau-Werdau wird eingeweiht.
1853 Straßengasbeleuchtung geht in Betrieb.
1865 Am 14. Juni tritt Karl May im Schloß Osterstein eine vierjährige Haftstrafe wegen Betrügerei an. 1868 wird er wegen guter Führung begnadigt.
1867 Am 4. Februar werden die Steinkohlenwerke "Morgenstern" gegründet.
1869 Oberarzt Dr. Schlobig gründet eine Privatbadeanstalt im Johanisbad.
1872 Zwickauer Maschinenfabrik wird gegründet
1874 Am 31. Dezember versehen die Nachtwächter letztmalig ihren Dienst.
1878 Ausbau des Trinkwassernetzes beginnt.
1881 Am 31. Dezember wird in der Bahnhofstraße der Maler Max Pechstein geboren.
1885 Am 1. April wird die erste Stadtfernsprecheinrichtung in Betrieb genommen.
Am 1. Juli bezog das "Königlich-Sächsische Neunte Infantrie-Regiment Nr. 133" die neue Kaserne.
1887 Das städtische Wasserwerk geht in Betrieb.
1893 Am 22. Dezember brennen nach Fertigstellung des Elektrizitätswerkes die ersten elektrischen Lampen in der Stadt.
Das "Grand Ball Etablissement Lindenhof" wird eröffnet.
1894 Am 6. Mai fahren die ersten beiden Straßenbahnwagen zwischen Hauptmarkt und Bahnhof.
1897 Am 27. April wird die private Ingenieurschule gegründet.
Am 29. April brennt die neue Kaserne ab.
1900 Am 2. Juni fährt die Straßenbahn bis nach Wilkau-Haßlau.
1902 Der Chemiker Carl Heinrich Meyer erzeugt erstmals ein Kunstharz, das zur Farbenherstellung verwendet werden kann.
1903 Am 31. Mai wird der Terassensaal "Neue Welt" eröffnet.
1904 Das Abteufeln des Morgensternschachtes 3 wird beendet.
1909 August Horch gründet die "August Horch Automobilwerke GmbH", die ein Jahr später in "Audi" umbenannt werden.
1914 Der Ingenieur Max Ullmann entwickelt das Manualdruckverfahren, das später weltweite Anwendung findet.
1921 Erste medizinische Abteilung zieht in das neue Krankenhaus in Marienthal ein.
1924 Am 6. November fährt die Straßenbahn zum ersten Mal nach Marienthal.
1927 Am 2. Mai landet das erste Verkehrsflugzeug auf dem Zwickauer Flugplatz.
Am 3. Juli wird das "04-Bad" eröffnet.
1927 Der erste Achtzylindermotor läuft in Zwickau vom Band.
1929 Am 26. September wird das "Astoria"-Theater eröffnet.
1930 Am 29. November wird der erste frontangetriebene Kraftwagen "AUDI" hergestellt.
1932 Am 29. Juni wird aus HORCH, AUDI, DKW und WANDERER die "Auto-Union AG" gegründet.
1938 Vom 27. Mai bis zum 12. Juni findet auf dem Hindenburgplatz die erste "Westsachsen-Schau", eine Ausstellung für Kultur und Wissenschaft statt.
Am 1. Dezember fährt zum ersten Mal der O-Bus von Zwickau nach Weißenborn und Stenn.
1942 Das Stadion an der Geinitzstraße (heute "Westsachsenstadion") wird eingeweiht.
1945 Am 19. März erlebt Zwickau den schwersten angloamerikansichen Luftangriff, bei dem 388 Menschen sterben.
Am 1. Juli zieht die Rote Armee in Zwickau ein und löst die Amerikaner als Besatzungsmacht ab.
1947 Am 2. Mai öffnet die Robert-Schumann-Akademie.
1952 Am 19. April fallen bei einem schweren Grubenunglück auf dem "Martin-Hoop-Schacht 4" 47 Bergleute zum Opfer.
1953 Am 30. Mai gründen Oberhohndorfer Bauern die LPG "1. Mai".
1954 Am 10. Juli überschwemmt die Mulde bei einem Hochwasser die gesamte Innenstadt.
1955 Am 26. Juni wird das wiederhergestellt "04-Bad" als "Volksbad Pölbitz" eröffnet.
Am 3. September wird der "P 70" vom Automobilwerk in Duroplastkarosse vorgestellt. Damit geht das erste Serienfahrzeug mit Kunststoffkarosserie in die Produktion.
1957 Am 23. August wird die Freilichtbühne am Schwanenteich eingeweiht.
1958 Am 1. Mai verläßt der erste "Trabant" das Montageband im VEB Sachsenring Automobilwerk.
1960 Am 22. Februar fordert ein Grubenunglück auf dem "Karl-Marx-Schacht" 123 Tote.
1965 Am 1. April wird das "Pädagogische Institut" auf dem Scheffelberg gegründet.
1966 Am 18. September wird in der Marienkirche, die mit 6000 Pfeifen größte Kirchenorgel der DDR eingeweiht.
1975 Am 30. Oktober fährt die Straßenbahn zum letzten Mal nach Wilkau-Haßlau.
1977 Am 30. Oktober wird die Förderung kokfähiger Kohle in Zwickau eingestellt.
1978 Die Ingenieurhochschule Zwickau stellt den ersten freiprogrammierbaren Industrieroboter der DDR der öffentlichkeit vor.
1987 Am 1. Juni wird das Zwickauer Puppentheater eröffnet.
1990 Am 6. Mai erhält bei den ersten freien Komunalwahlen seit 1933 die CDU 48 Sitze.
1991 Am 15. Februar wird in der Sächsischen Automobilbau GmbH in Mosel bei Zwickau der erste VW Golf hergestellt.
Am 30. April 1991 verläßt der letzte Trabant das Montageband.
Vom 15. Bis 23. Juni findet die erste Westsachsenschau als Wirtschafts- und Verbrauchermesse statt.
1992 Am 18. März erfolgt der letzte Koksabstich in der ehemaligen Kokerei "August Bebel".
Am 19. September fährt erstmals die Straßenbahn vom Neumarkt nach Eckersbach.
Die Hochschule für Technik und Wirtschaft (heute: Westsächsische Hochschule) wird gegründet.
Am 30. September wird die Philosophische Fakultät der TU Chemnitz-Zwickau eröffnet. Zwickau ist Universitätsstadt.
1994 Am 11. Juni steigt der FSV Zwickau in die 2. Fußball-Bundesliga auf.
1996 Am 12. Juli wird der Universitätsteil Zwickau geschlossen.
1999 Am 28. Mai wird die Stadt- und Regionalbahnstrecke in Betrieb genommen.
2002 Am frühen Morgen des 13. August eskalierte auch in Zwickau die Hochwasserlage. Der Muldepegel stieg auf 4,50m und an verschiedenen Stellen brachen die Dämme. So kam es zu großen überschwemmungen in Wilkau-Haßlau, der Nordvorstadt und in anliegenden Gemeinden wie Mülsen, Schlunzig und Wulm.